Netzwerk-Plattform für Integration
In sechs Monaten hat lokalprojekte gemeinsam mit der Migrationsagentur des Burgenlandkreises eine digitale Plattform für das Integrationsnetzwerk aufgebaut. 83 Mitglieder, 69 beim letzten Netzwerktreffen – und ein konkretes Beispiel dafür, was Vernetzung bewirken kann.

Dieses Projekt wird gefördert von:
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Wenn Vernetzung mehr ist als ein schönes Wort
In sechs Monaten hat lokalprojekte gemeinsam mit der Migrationsagentur des Burgenlandkreises eine digitale Plattform für das lokale Integrationsnetzwerk aufgebaut. Das Ergebnis ist heute unter integrationsnetzwerk-blk.de aktiv.
Was in 6 Monaten entstand
Entstanden ist eine digitale Community-Plattform für alle, die im Burgenlandkreis hauptamtlich mit Integration zu tun haben. Eine Plattform, die von Anfang an lebendig war.
- Gemeinsamer digitaler Ort. Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft finden hier Profile, Beiträge, Gruppen und Dokumente unter integrationsnetzwerk-blk.de. Wer neu ins Netzwerk kommt, steigt selbstständig ein.
- Netzwerk aktiviert. Zur öffentlichen Vorstellung der Plattform waren 69 Personen vor Ort. Kurz nach Launch: 83 registrierte Mitglieder. Ein Handlungsfeld „Schule“ entstand spontan als neue Gruppe auf der Plattform.
- Wissen gesichert und übergeben. Ein ausführliches Handbuch, Erklär-Videos und vorbereitete Inhalte ermöglichen der Integrationskoordination, die Plattform eigenständig weiterzubetr eiben. Sie lebt aus den Aktivitäten der Mitglieder, nicht aus Verwaltungsarbeit.
Das Matching
Naemi trifft Anna Lena
Naemi Pfendt brachte ein neues Bild von Verwaltung mit und ließ sich von der Realität vor Ort überzeugen, statt Konzepte zu wälzen. Sie hat gelernt, dass man über persönliche Gespräche am meisten über ein Netzwerk erfährt. Und sie hat die Plattform genau so gebaut: von innen nach außen, mit den Menschen, für die Menschen.
Anna Lena Hemmer, Integrationskoordinatorin der Migrationsagentur, ging einen unkonventionellen Weg. Ihr Learning aus dem Projekt: Vernetzung fängt bei ganz kleinen Dingen an. Wer eine Person nicht bildlich vor sich hat, greift nicht zum Telefon. Die Plattform ist für sie seitdem ein kleiner Schatz, besonders für alle, die neu ins Netzwerk kommen.
So haben die Beteiligten das Projekt erlebt
Die Herausforderung im Burgenlandkreis
Das Integrationsnetzwerk BLK war 2022 wiederbelebt worden. Etwa 70 Mitglieder, selbstorganisiert, engagiert. Aber ohne digitale Infrastruktur lief die Kommunikation über persönliche Kontakte und Verteiler. Wer das Netzwerk verließ, nahm sein Wissen mit.
- Kein digitaler Ort für das Netzwerk: Austausch lief über persönliche Kontakte und einzelne E-Mail-Verteiler. Strukturiertes Wissensmanagement gab es nicht.
- Fluktuation als Risiko: Im ehrenamtlichen und projektgeförderten Bereich sind Personalwechsel die Regel. Ohne Dokumentation ging Wissen verloren.
- Schlecht vernetzte Randakteure: Menschen, die nur an der Schnittstelle zu Integration arbeiten, waren oft kaum eingebunden. Ihr Wissen und ihre Kontakte blieben ungenutzt.
- Lokales Engagement nicht skalierbar: Gutes Engagement in kleinen Kreisen wurde nicht publik. Potenziale blieben auf der Strecke, weil die Verbindung fehlte.
Die Wirkung des Projektes
- Netzwerk lebt digital: 83 Mitglieder, über 80 Events, mehr als 300 Beiträge. Die Plattform ist kein leeres Projektergebnis.
- Selbstwirksamkeit als Treiber: Beim letzten Netzwerktreffen waren 69 Personen vor Ort. Das Netzwerk hat erfahren, dass seine Zusammenarbeit wirkt. Das ist ein kraftvoller Antrieb.
- Konkreter Unterschied im Alltag: 48 ukrainische Kinder konnten zur Schule, weil ein Problem im Netzwerk öffentlich gemacht wurde und die richtigen Menschen spontan zusammenkamen. Ohne Plattform wäre das nicht passiert.
- Wissensvorsprung der Verwaltung kleiner: Alle Mitglieder haben denselben Zugang zur Plattform. Zivilgesellschaft und Wirtschaft sind auf Augenhöhe eingebunden.
Was daraus wurde
Dieses Projekt blieb kein Einzelfall. Die Architektur, die Lessons Learned und das Wissen über Onboarding und Betrieb flossen direkt in ein Folgeprojekt auf Landesebene ein: das Digitale Integrationsnetzwerk Sachsen-Anhalt. Was im Burgenlandkreis als Pilotprojekt begann, wurde zum Modell für eine landesweite Plattform mit 14 Landkreisen und kreisfreien Städten.
Die Gesichter zum Projekt
Projektinitiator:in
Projektinitiator
Projektinitiatorin
Macher:in
Macher
Macherin

"Ich würde jedem empfehlen, bei Lokalprojekte mitzumachen, der Lust auf Neues hat und daran glaubt, dass sich in der Verwaltung etwas verändern kann."
Projektbuddy
Projektbuddy
Projektbuddy

"Ich würde Lokalprojekte allen Kommunen empfehlen, die etwas Neues wagen wollen, die in einer Thematik feststecken und nicht weiterkommen – und die einen unkonventionellen Ansatz schätzen."
Die Gesichter zum Programm
Alle Details zum Projekt
Mit dem Projekt wurde eine digitale Community Plattform für hauptamtliche Akteure aus Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft des Burgenlandkreises geschaffen, die mit ihrer Arbeit etwas zum Thema Integration beitragen. Die Plattform beinhält verschiedene Funktionen der Vernetzung, des Austauschs und der Zusammenarbeit, wie die Profilerstellung, das Erstellen von Beiträgen und Diskussionen, das Arbeiten in Gruppen und das Teilen von Dokumenten und Events. Das Produkt ist anpassungsfähig und kann mögliche folgende Veränderungswünsche einbinden, soweit technisch umsetzbar.
Das Projekt erzeugte ein Überdenken des Konzepts des Integrationsnetzwerks. Die analoge Organisationseinheit wurde durch eine digitale Variante ergänzt und so um die Zusammenarbeit über größere Distanzen hin ergänzt. 83 angelegte Profile kurz nach Projektabschluss zeigten, dass die Plattform sehr gut angenommen wird.

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