Integration Onboarding App "Kompass Kalletal"
In sechs Monaten hat lokalprojekte gemeinsam mit der Gemeinde Kalletal eine mehrsprachige App entwickelt: den Kompass Kalletal. Geflüchtete und Migrant:innen können damit Termine buchen, Dokumente einreichen und Hilfsangebote finden – ohne Sprachbarrieren.

Dieses Projekt wird gefördert von:
Dieses Projekt wurde gefördert von:
Eine App, die Sprache nicht zur Voraussetzung macht
In sechs Monaten hat lokalprojekte gemeinsam mit der Gemeinde Kalletal eine mehrsprachige Responsive Web App entwickelt: den Kompass Kalletal. Geflüchtete und Migrant:innen können damit Termine buchen, Dokumente einreichen und Hilfsangebote finden, ohne Sprachbarrieren.
Was in 6 Monaten entstand
Der Kompass Kalletal ist eine Responsive Web App, die sich von ähnlichen Lösungen unterscheidet.
- Mehrsprachige Hilfsangebote. Die App bietet Informationen in beliebig vielen Sprachen, je nach kommunalem Bedarf. Interviews mit regionalen Akteuren, Vereinen und der Zielgruppe bildeten die Grundlage für Inhalt und Funktionen.
- Mehr als eine Infoseite. Nutzer:innen können direkt über die App Termine anfragen, Dokumente per Smartphone-Kamera hochladen und an Behörden oder Vereine senden. Die App fragt dabei ab, ob Sprachmittelnde zum Termin benötigt werden.
- Verwaltungsprogramm mitgeliefert. Parallel zur App wurde ein Verwaltungsprogramm mit Schulung und Handbuch entwickelt, mit dem Admins Inhalte eigenständig einpflegen und aktuell halten können.
Das Matching
Dewah trifft Andrea
Dewah Bawari brachte als UX/UI-Designerin genau das mit, was dieses Projekt brauchte: die Fähigkeit, technische Komplexität in einfache Nutzungserlebnisse zu übersetzen. Sie führte Interviews mit Zugezogenen, mit Vereinen, mit Behörden. Aus diesen Gesprächen wurde die App. Ihre Pat:in war beeindruckt.
Andrea Batzer, Leiterin des Amtes für Soziales und Ordnung in Kalletal, war von Beginn an überzeugt: offen für neue Wege, bereit, etwas auszuprobieren. Sie ermöglichte die Zusammenarbeit und sorgte dafür, dass die Kolleg:innen im Fachbereich eingebunden wurden.
Die Herausforderung in Kalletal
Kalletal ist eine ländliche Gemeinde mit 13.334 Einwohner:innen in 16 Ortschaften. Wer neu ankommt, braucht Unterstützung. Aber die Erstberatung war zeitintensiv und sprachhängig.
- Zeitintensive Erstberatungen: Gespräche mit Neuzugezogenen banden Kapazitäten, die an anderer Stelle fehlten.
- Sprachbarrieren bei der Antragstellung: Für jede Sprache wurden Dolmetschende benötigt. Das war aufwendig für alle Seiten.
- Keine digitale Lösung für die Zielgruppe: Vorhandene Informationen waren nicht barrierefreiaufbereitet, nicht mehrsprachig, nicht dort wo Nutzer:innen suchen.
Die Wirkung des Projektes
- Selbstständige Orientierung möglich: Zugezogene können sich in ihrer eigenen Sprache informieren, Termine anfragen und Unterlagen einreichen.
- Entlastung der Behörden: Wenn Anliegen vorab sortiert und Unterlagen vorab eingereicht werden, werden Erstgespräche kürzer und gezielter.
- Neue Verbindungen entstanden: Die Bedarfsanalyse verknüpfte Vereine, Behörden und Zielgruppe. Austausch, der vorher nicht existierte, ist jetzt etabliert.
Die Gesichter zum Projekt
Projektinitiator:in
Projektinitiator
Projektinitiatorin
Macher:in
Macher
Macherin

"Ich dachte zuerst, in der Verwaltung geht es nur um Zahlen und Akten. Aber es geht um die Arbeit mit den Menschen - ganz nah im Austausch mit den Bürger:innen."
Projektbuddy
Projektbuddy
Projektbuddy

"Als Verwaltung kann man mitnehmen, dass es für Projekte sehr sinnvoll und wichtig ist, sich externe Unterstützung an Board zu holen, um Aufgaben auch kompetent umsetzen zu können."
Die Gesichter zum Programm
Alle Details zum Projekt
In dem Projekt „Integration Onboarding App“ wurde eine Responsive Web App mit dem Namen „Kompass Kalletal“ geschaffen, deren Inhalte zu den Hilfsangeboten für die Zielgruppe in beliebig vielen Sprachen, je nach kommunalem Bedarf, angeboten werden können. Was unsere App von vergleichbaren digitalen Produkten für die Integration von Zugezogenen unterscheidet ist, dass sowohl Termine angefragt, als auch Dokumente via Smartphone-Kamera oder -Galerie direkt hochgeladen und an die jeweilige Behörde oder den jeweiligen Verein via Email gesendet werden können. Hierbei werden für die Institutionen wichtige Angaben zur Identifikation der Nutzer:innen abgefragt, Anliegen seitens der Nutzer:innen angegeben, mitgeteilt welche Unterlagen zu den Terminen mitzunehmen sind und danach gefragt, ob Sprachmittelnde zu den Terminen zugezogen werden müssen. Die angebotenen Sprachen sind diejenigen, die das regionale Kommunale Integrationszentrum anbietet.

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Über das "Changemaker-Programm"„Kompass Kalletal“ holt sich den ersten Platz
Der Wettbewerb „Digitale Orte“ zeichnet Projekte mit Vorbildcharakter aus, „die das Leben und Arbeiten im ländlichen Raum entscheidend verbessern“. So ein Projekt ist jetzt auch ganz offiziell die „Kompass Kalletal“-App: Sie hat den ersten Platz geholt.




